PRESSE / CD
Georg Friedrich Händel: Teseo HWV 9
Oper in fünf Akten
CV 83.437/00
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| Händels dritte Londoner Oper Teseo (1713) sollte nach dem triumphalen Erfolg des Rinaldo dem englischen Publikum die noch ungewohnte Gattung Oper weiter schmackhaft machen. Tatsächlich gelang es Händel an den Erfolg des Rinaldo anzuknüpfen, weist das Werk doch ebenfalls zahlreiche Bühneneffekte und eine Fülle an musikalischen Einfällen auf. Dabei ist Teseo in verschiedener Hinsicht ein Ausnahmewerk, denn das italienische Libretto von Nicola Haym basiert auf einer französischen Vorlage und behält daher die in Frankreich übliche Fünfaktigkeit bei. Und auch Händel beweist, dass er sich offenbar intensiver mit der französischen Operntradition auseinandergesetzt hat: Mehr als üblich finden sich hier Formen, die nicht in das übliche Schema von Secco-Rezitativ und Da-Capo-Arie passen. Allein für die Rolle der Medea komponierte Händel mehrere Accompagnato-Rezitative und Arien, die zwar oberflächlich der Da-Capo-Form folgen, aber wie zum Beispiel in „Morirò, ma vendicata“ aus dem 5. Akt mit abruptem Wechsel zwischen düsterem Klageton und wildem Zornesausbruch im A-Teil die Regel der Arienkomposition außer Acht lassen. Zahlreiche Duette sowie ein Chor verweisen musikalisch ebenfalls auf die französische Tradition. Die vorliegende CD-Einspielung basiert auf einem Live-Mitschnitt der vielbeachteten Produktion an der Stuttgarter Staatsoper unter Konrad Junghänel. |
"Neben Verzweiflung auch Wut stimmlich darzustellen, gelang auch begeisternd Olga Polyakova als Königin der Nacht. Sehr...
